Discussion:
Richterin entzieht Umgangsverweigerin teilweise das Sorgerecht
(zu alt für eine Antwort)
Karl-Heinz Zeller
2009-12-02 14:50:08 UTC
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Hi,

Es steht in der Süddeutschen von Heute, Münchner Teil, Seite 38.
Vermutlich werden auch andere Medien das Thema aufgreifen.

Ein Expaar, seit 18 Monaten getrennt lebend, zehnjähriger Sohn,
gemeinsames Sorgerecht.

Trotz aller Bemühungen hat der Vater seinen Sohn seit der
Trennung nur 5 mal gesehen. Die Mutter meldete den Sohn sogar
von der Schule ab um zu verhindern dass der Vater seinen Sohn
trifft.

Eine Münchner Familienrichterin entschied nun dass ab sofort das
Sorgerecht in den Punkten Aufenthalt, Gesundheitsfürsorge und
Schulwahl allein beim Vater liegt. Berufung ist eingelegt.

MfG Karl-Heinz
Meine Güte
2009-12-02 15:35:05 UTC
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Post by Karl-Heinz Zeller
Eine Münchner Familienrichterin entschied nun dass ab sofort das
Sorgerecht in den Punkten Aufenthalt, Gesundheitsfürsorge und
Schulwahl allein beim Vater liegt. Berufung ist eingelegt.
Wahnsinn!!!!

Das in Bayern. Kaum fassbar!!!!!!!!

Gruß
Meine Güte
Paul Schmitz-Josten
2009-12-03 09:20:03 UTC
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Post by Karl-Heinz Zeller
Es steht in der Süddeutschen von Heute, Münchner Teil, Seite 38.
Vermutlich werden auch andere Medien das Thema aufgreifen.
Ich finde es hier:
<http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen/spektakulaeres-gerichtsurteil-sorgerecht-tz-546199.html>
Post by Karl-Heinz Zeller
Ein Expaar, seit 18 Monaten getrennt lebend, zehnjähriger Sohn,
gemeinsames Sorgerecht.
Trotz aller Bemühungen hat der Vater seinen Sohn seit der
Trennung nur 5 mal gesehen. Die Mutter meldete den Sohn sogar
von der Schule ab um zu verhindern dass der Vater seinen Sohn
trifft.
Eine Münchner Familienrichterin entschied nun dass ab sofort das
Sorgerecht in den Punkten Aufenthalt, Gesundheitsfürsorge und
Schulwahl allein beim Vater liegt. Berufung ist eingelegt.
Super - so wie ich es hier schon vor Jahren aus Frankreich gehört habe!

In den Details des Urteils, weiter unten, wird mit "Loyalitätskonflikt"
IMHO PAS thematisiert - endlich mal gegen die besitzergreifende Mama!

Das alles ist sicherlich nur möglich gewesen, weil der Vater rechtzeitig
die richtigen Schritte getan hat (und natürlich durch modern denkende
Behörden).

Ciao,

Paul
Mikel Schamboeck
2009-12-03 11:05:04 UTC
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Post by Karl-Heinz Zeller
Hi,
Es steht in der Süddeutschen von Heute, Münchner Teil, Seite 38.
Vermutlich werden auch andere Medien das Thema aufgreifen.
Ein Expaar, seit 18 Monaten getrennt lebend, zehnjähriger Sohn,
gemeinsames Sorgerecht.
Und es kommt noch besser:

Europäisches Urteil zu Sorgerecht
Deutschland darf ledige Väter nicht mehr diskriminieren
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,664931,00.html

jetzt dauerts nur noch 10 Jahre bis es auch bei jedem Richter angekommen
ist.
Sebastian Karkus
2009-12-03 18:20:06 UTC
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Raw Message
Hallo,
Post by Mikel Schamboeck
Post by Karl-Heinz Zeller
Hi,
Es steht in der Süddeutschen von Heute, Münchner Teil, Seite 38.
Vermutlich werden auch andere Medien das Thema aufgreifen.
Ein Expaar, seit 18 Monaten getrennt lebend, zehnjähriger Sohn,
gemeinsames Sorgerecht.
Europäisches Urteil zu Sorgerecht
Deutschland darf ledige Väter nicht mehr diskriminieren
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,664931,00.html
Jaaa! SEHR ERFREULICH!
Focus:
http://www.focus.de/finanzen/recht/strassburger-urteil-mehr-rechte-fuer-vaeter-zum-wohl-der-kinder_aid_459951.html
FAZ:
http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E3E4FC6372BE94D1DA3553D663AD95040~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlenews
Post by Mikel Schamboeck
jetzt dauerts nur noch 10 Jahre bis es auch bei jedem Richter angekommen
ist.
So ist es :(
Siehe http://www.rowohlt.de/fm/140/KB155_Leseprobe2.26997.pdf
"Das Gericht hat das mitnichten getan, sondern sich am Problem
vorbeigemogelt – indem es eine Frage beantwortete, die man ihm gar nicht
gestellt hatte: Die Mutter, so sagen die Richter, sei die einzige sichere
Bezugsperson, die das Kind bei seiner Geburt vorfinde. Deshalb sei es
legitim, ihr allein die rechtliche Verantwortung zu übertragen."
(Bundesverfassungsgericht)

Es war übrigens das Jahr 2003 und zum Ende findet man die schöne Passage:
"Das Karlsruher Urteil wird demnächst den Europäischen Gerichtshof für
Menschenrechte in Straßburg beschäftigen, und der wird ganz anders
entscheiden. Es gelten dann die Regeln der UNKinderrechtskonvention
und deutlich liberalere Standards, etwa die aus Frankreich oder Italien, in
denen unehelichen Vätern ein direkter Zugang zum gemeinsamen Sorgerecht
möglich ist. Die Bundesrepublik Deutschland könnte sogar als
Menschenrechtsverletzerin verurteilt werden."

Bleibt abzuwarten, wie lange der letzte Satz des Essays umgesetzt wird :)

Interessant übrigens, was im Forum von spiegel.de zu dem Thema gerade
geschrieben wird :)
--
Gruß
Sebastian
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