Discussion:
etwas Licht am Ende des Tunnels. (?)
(zu alt für eine Antwort)
Siegfried Berger
2009-03-11 17:20:03 UTC
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Raw Message
Nach einem am vergangenen Mittwoch bekanntgewordenen
Urteil des OLG Zweibrücken kann das Fremdgehen während
der Ehe bei einer späteren Trennung den Unterhalt kosten
(AZ.: 2 UF 102/08).

Konkret ging es um eine Unterhaltsklage einer getrennt lebenden
Ehefrau. Diese hatte ohne Wissen ihres Mannes noch während der
Ehe eine intime Beziehung begonnen und lebt heute mit ihrem neuen
Partner zusammen. Das OLG kam zu der Auffassung, dass die Zahlung
von Unterhalt für den betrogenen Ehemann grob unbillig sei. Für das
Scheitern der Ehe sei in erster Linie die Ehefrau verantwortlich.
Anders wäre der Fall nach Meinung der Richter nur dann zu entscheiden
gewesen, wenn die Ehefrau das intime Verhältnis erst begonnen hätte,
nachdem sie sich schon von ihrem Ehemann abgewandt hatte.

Das Gericht führte ferner aus, dass es widersprüchlich sei, wenn die
Ehefrau gestützt auf die Ehe Unterhaltszahlungen einfordere, obwohl
sie gerade in diesem Fall die eheliche Solidarität verletzt habe.

Meine Meinung: "So" kein Väterthema - doch vielleicht für manchen
Vater eine Entlastung von der Unterhaltslast für seine Kinder.
Gleichzeitig hoffe ich, dass dieses Urteil (und hoffentlich noch viele
andere!) auf den unsäglichen Ehegattenunterhalt "abfärben" werden.

Was meint die Gemeinde?

Gruß Siegfried.
Sebastian Karkus
2009-03-11 22:50:03 UTC
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Raw Message
Hallo,
Post by Siegfried Berger
Nach einem am vergangenen Mittwoch bekanntgewordenen
Urteil des OLG Zweibrücken kann das Fremdgehen während
der Ehe bei einer späteren Trennung den Unterhalt kosten
(AZ.: 2 UF 102/08).
Konkret ging es um eine Unterhaltsklage einer getrennt lebenden
Ehefrau. Diese hatte ohne Wissen ihres Mannes noch während der
Ehe eine intime Beziehung begonnen und lebt heute mit ihrem neuen
Partner zusammen. Das OLG kam zu der Auffassung, dass die Zahlung
von Unterhalt für den betrogenen Ehemann grob unbillig sei. Für das
Scheitern der Ehe sei in erster Linie die Ehefrau verantwortlich.
Anders wäre der Fall nach Meinung der Richter nur dann zu entscheiden
gewesen, wenn die Ehefrau das intime Verhältnis erst begonnen hätte,
nachdem sie sich schon von ihrem Ehemann abgewandt hatte.
Sie muss also mit dem Kerl von damals wohl Jahre nach der Scheidung
zusammen sein?
Post by Siegfried Berger
Das Gericht führte ferner aus, dass es widersprüchlich sei, wenn die
Ehefrau gestützt auf die Ehe Unterhaltszahlungen einfordere, obwohl
sie gerade in diesem Fall die eheliche Solidarität verletzt habe.
Beweise dafür?
Post by Siegfried Berger
Meine Meinung: "So" kein Väterthema - doch vielleicht für manchen
Vater eine Entlastung von der Unterhaltslast für seine Kinder.
Gleichzeitig hoffe ich, dass dieses Urteil (und hoffentlich noch viele
andere!) auf den unsäglichen Ehegattenunterhalt "abfärben" werden.
Was meint die Gemeinde?
Ich glaube, dass das nichts bringen wird. Wer will denn das (und vor allem
wie) beweisen? Das ist doch quasi wieder ein Schritt in die Schuldfrage und
wird wieder neue Dreckswäsche vor den Kadi bringen.
Nach dem zeigen des wahren Gesichts meiner Ex glaube ich auch, dass sie
mich schon zu Ehezeiten mit sonstwem beschissen hat, beweisen lässt sich
das eh nicht und heute würde das keiner der Deppen zugeben, die drüber
sind. Wozu also die Mühe, auch nur ansatzweise sich drüber Gedanken zu
machen?! Dann doch lieber die Zeit arbeiten lassen und warten, bis sie mit
dem neuen lange genug zusammen in einer Bleibe lebt und sich auf die
anderen Urteile berufen und/oder die gespielte Armut so lange sammeln, bis
die Hexen zu ihren eigenen Verfahren nicht erscheinen (mit Blick auf 5
Threads weiter unten :-)).

Also ab in die Tonne damit, denke ich.
Post by Siegfried Berger
Gruß Siegfried.
--
Gruß
Sebastian
Siegfried Berger
2009-03-12 11:05:12 UTC
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Raw Message
Post by Sebastian Karkus
Hallo,
Post by Siegfried Berger
Nach einem am vergangenen Mittwoch bekanntgewordenen
Urteil des OLG Zweibrücken kann das Fremdgehen während
der Ehe bei einer späteren Trennung den Unterhalt kosten
(AZ.: 2 UF 102/08).
[...]
Post by Sebastian Karkus
Sie muss also mit dem Kerl von damals wohl Jahre nach der Scheidung
zusammen sein?
Hallo Sebastian,
...so wie es dasteht sind die nicht geschieden - die Ex lebt mit
dem Scheidungsgrund; strittig + beurteilt wurde hier der TU.
(meine Einschätzung: Entweder rotzfrech oder vom "Amt"
initiiert)
...und ich sehe _sehr wohl_ die Möglichkeit, dass dies sich auf
den kommenden EU auswirken kann.
Sicherlich nur in ähnlicher Konstellation + bei entsprechender
Beweislage - doch es *könnte* Betroffenen durchaus helfen.

Klar: _Du_ bist davon nicht betroffen + es hilft dir nicht weiter
(mir übrigens auch nicht) - doch interesselos, egozentrisch und
völlig Abtuend darauf zu reagieren - das brauchts nicht.
Etwas Mehr an Solidarität (nicht nur von dir) hätte ich schon
erwartet....
Post by Sebastian Karkus
Post by Siegfried Berger
Das Gericht führte ferner aus, dass es widersprüchlich sei, wenn die
Ehefrau gestützt auf die Ehe Unterhaltszahlungen einfordere, obwohl
sie gerade in diesem Fall die eheliche Solidarität verletzt habe.
Beweise dafür?
Na! - das eindeutige Verhalten der Ex.
Was gibts daran nicht zu verstehen?
*Claro!* kommt da die olle Schuldfrage wieder hoch - doch dazu
nochmals meine Meinung/Intension: Mir ist eigentlich jedes Mittel
recht, das diesen unsäglichen TU und EU kippen kann. Soll denn
bis ans Lebensende der mögliche Anspruch deiner Ex als latente
Drohung über dir hängen können?
Post by Sebastian Karkus
Dann doch lieber die Zeit arbeiten lassen und warten, bis sie mit
dem neuen lange genug zusammen in einer Bleibe lebt [...]
wenn "Der Neue" sich aus dem Staub macht ohne sie geheiratet
zu haben?!!?1

Gruß Siegfried.
Sebastian Karkus
2009-03-12 21:40:10 UTC
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Raw Message
Hallo,
Post by Siegfried Berger
Post by Sebastian Karkus
Hallo,
Post by Siegfried Berger
Nach einem am vergangenen Mittwoch bekanntgewordenen
Urteil des OLG Zweibrücken kann das Fremdgehen während
der Ehe bei einer späteren Trennung den Unterhalt kosten
(AZ.: 2 UF 102/08).
[...]
Post by Sebastian Karkus
Sie muss also mit dem Kerl von damals wohl Jahre nach der Scheidung
zusammen sein?
Hallo Sebastian,
...so wie es dasteht sind die nicht geschieden - die Ex lebt mit
dem Scheidungsgrund; strittig + beurteilt wurde hier der TU.
(meine Einschätzung: Entweder rotzfrech oder vom "Amt"
initiiert)
...und ich sehe _sehr wohl_ die Möglichkeit, dass dies sich auf
den kommenden EU auswirken kann.
Sicherlich nur in ähnlicher Konstellation + bei entsprechender
Beweislage - doch es *könnte* Betroffenen durchaus helfen.
Die Könnten und die Wären :-) Spätestens wenn das die Runde macht, einige
Frauen nicht mehr auspressen können, so werden sie halt dann nicht mehr mit
ihren Partnern zusammen leben/wohnen temporär und dann ist das wieder ok.
Post by Siegfried Berger
Klar: _Du_ bist davon nicht betroffen + es hilft dir nicht weiter
(mir übrigens auch nicht) - doch interesselos, egozentrisch und
völlig Abtuend darauf zu reagieren - das brauchts nicht.
Etwas Mehr an Solidarität (nicht nur von dir) hätte ich schon
erwartet....
Oh, bitte versteh mich nicht falsch! JEDES Urteil ist wichtig, welches die
Situation ändern kann. Nur sehe ich manche als sinnvoll und manche als
nicht. Diese Schuldfrage ist doch schon längst nicht mehr im Spiel, hier
sehe ich, dass wieder viel Dreckswäsche gewaschen werden muss, die
ehemaligen Partner sich gegenseitig Zeugs vorwerfen werden und zur Not auch
einen Lebenspartner erfinden werden, um Geld zu sparen usw...
Es gibt mit Sicherheit bessere Wege, die Situation zu ändern und die führen
IMO nur durch eine gesamte Änderung des Unterhaltsrechts. Die Entmündigung
vieler Geschiedener ist doch eine Farce - der Staat tut gerade so, als ob
diese nicht in der Lage wären, für sich selbst zu sorgen und gibt ihnen
Unterhaltszahlungen in die Hand, die ihnen ein schönes Leben sichern.
Stirbt der Unterhaltszahler und der Staat muss mit staatl.
(sozial-)Leistungen einspringen, so ist es plötzlich möglich von weit
weniger zu leben. Eigenartig... Ist aber bei KU auch nicht anders.
Vergleich doch mal den KU-Vorschuß, den Frau bekommt vom JA und einen
normalen Satz, den ein Mann ihr für das Kind zahlen muss.

Jammern auf hohem Niveau, wenn es um die Düsseldorfer Tabelle geht, am
liebsten die KU-Sätze auf 1/2 des Verdienstes setzen, es kann nicht zuviel
sein. Zahlt er nicht, so hilft der Staat mit (ich kenne die Summe nicht
mehr genau, meine aber, es wären) rund 150,- EUR, mit dem ein Überleben nun
doch möglich sein soll...Eigenartig...
Post by Siegfried Berger
Post by Sebastian Karkus
Post by Siegfried Berger
Das Gericht führte ferner aus, dass es widersprüchlich sei, wenn die
Ehefrau gestützt auf die Ehe Unterhaltszahlungen einfordere, obwohl
sie gerade in diesem Fall die eheliche Solidarität verletzt habe.
Beweise dafür?
Na! - das eindeutige Verhalten der Ex.
Was gibts daran nicht zu verstehen?
*Claro!* kommt da die olle Schuldfrage wieder hoch - doch dazu
nochmals meine Meinung/Intension: Mir ist eigentlich jedes Mittel
recht, das diesen unsäglichen TU und EU kippen kann. Soll denn
bis ans Lebensende der mögliche Anspruch deiner Ex als latente
Drohung über dir hängen können?
Um Gottes Willen - im Leben nicht! Siehe oben. Ich bin aber nicht mehr in
solcher Sorge, da die letzte Verhandlung ergeben hat, dass ich sie nicht
mehr überversorgen muss und sie nun scheinbar erkannt hat, dass neue
Sponsoren zu suchen sind. Da dies bei anderen Männern und ihren Hexen nicht
anders sein dürfte, können letztendlich alle nur hoffen, dass sich immer
nach ein paar Jahren alles etwas richtet und neue Deppen die
Versorgungsaufgabe übernehmen. Wie heisst es so schön: Jeden Tag steht ein
neuer Dummer auf :)
Post by Siegfried Berger
Post by Sebastian Karkus
Dann doch lieber die Zeit arbeiten lassen und warten, bis sie mit
dem neuen lange genug zusammen in einer Bleibe lebt [...]
wenn "Der Neue" sich aus dem Staub macht ohne sie geheiratet
zu haben?!!?1
Ich bin ja nicht vor Ort und wer hat denn schon eine Möglichkeit, der
eigenen Ex ins Haus zu blicken oder aufs Leben, um sowas beweisen zu
können? Deshalb in meinen Augen lieber nach anderen Sachen suchen als nach
neuen Partnerschaften der Ex und somit verbundenen finanziellen Entlastung
des Unterhaltszahlers. Was, wenn manN wegen des Urteils doch vom TU/EU
befreit wird, ein neues Leben beginnt und der neue dann doch verschwindet
(wie du schreibst) und/oder keine Unterhaltszahlungen leisten kann? Ich
glaube nicht, dass unser Staat dann mit vollem Elan an die Versorgung der
Ex übernimmt und manN in Ruhe sein neues Leben leben lässt, sondern eher
ihn wieder in die Bütt nimmt.

Deshalb radikal ändern, wegen mir auch die zeitliche Befristung auf z.B. 2
Jahre "Selbst- und Neusponsorfinungsphase der geschiedenen Ehefrau" und
danach kein TU/EU mehr!
Post by Siegfried Berger
Gruß Siegfried.
--
Gruß
Sebastian
Ralf
2009-03-12 21:40:07 UTC
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Raw Message
Post by Siegfried Berger
Was meint die Gemeinde?
Gruß Siegfried.
Ich denke, das Urteil wird im Moment nicht vielen helfen.
Und wer hier etwas erreichen will, hat das Problem, daß hier die Beweise
zu fixieren mit Sicherheit auch sehr schwierig ist.
Weiterhin wird dann das waschen von schmutziger Wäsche natürlich noch
angefeuert.
A B E R:
Es wird so manche Mitmenschen zum Nachdenken bringen, wenn solche
Urteile Verbreitung finden.
Ganz nach dem Motto: Verkehrskontrollen halten nicht alle vom Fahren mit
überhöhter Geschwindigkeit ab, jedoch wird bei immer stärker werdendem
Einsatz so mancher abgeschreckt. Es kann nicht korrekt sein, daß manche
Mitmenschen „die Sau rauslassen“ und dann auch noch die Unverschämtheit
besitzen sich bezahlen zu lassen, für das was sie tun!

Gruß:
Ralf
--
Wenn es nicht zu vermeiden ist, gebe ich eine Rückantwortadresse zum
Nachschreiben ohne Leerzeichen:

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